Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung und
des Förderkreises Literatur zum Judentum

 

Tom SegevSimon Wiesenthal
Eine Biographie

Als Simon Wiesenthal im Alter von 97 Jahren in Wien starb, betrauerte die Welt einen unermüdlichen Kämpfer gegen die Verbrecher des NS-Regimes. Vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an machte es sich Simon Wiesenthal zur Aufgabe, sie vor Gericht zu bringen. Fünf Jahre nach seinem Tod legt nun der bekannte Historiker und Journalist Tom Segev die erste aus Originalquellen erarbeitete Biographie (Siedler Verlag) dieser Jahrhundertgestalt vor. Er zeichnet die höchst lebendige und spannende Lebensgeschichte eines überaus mutigen Mannes nach, der, fast allein auf sich gestellt, eine Reihe atemberaubender Aktionen initiierte. Segev kann mit so mancher unbekannten Tatsache aufwarten.
Tom Segev spricht über Simon Wiesenthal am

Dienstag, den 14. September 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.


 
Daniel MendelsohnDie Verlorenen
Eine Suche nach sechs von sechs Millionen

Daniel Mendelsohns überwältigendes Buch (Kiepenheuer & Witsch) über seine Suche nach dem Schicksal von sechs Mitgliedern seiner Familie, die im Holocaust umkamen, ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, wurde in Frankreich zum Buch des Jahres gewählt, in den USA, England, Frankreich, Italien, Spanien, Israel zum Bestseller und erscheint nun endlich auch auf Deutsch.
Der kleine Daniel Mendelsohn ähnelte seinem von den Nazis ermordeten Onkel Shmiel so sehr, daß ältere Verwandte zu weinen begannen, wenn er ein Zimmer betrat. Über den Onkel erfuhr er sonst nichts. Nachdem er auf alte Briefe aus dem ukrainischen Schtetl Bolechow gestoßen war, machte sich Daniel Mendelsohn 2001 auf die Suche nach Spuren von Shmiel und seinen Angehörigen. Das Ergebnis ist ein sehr persönlicher Bericht und der Versuch, neu über den Holocaust zu schreiben. Parallel zu seiner eigenen Geschichte erzählt er die Schöpfungs­geschichte wieder, mit ihren ewigen Themen des Ursprungs und der Familie, der Versuchung und des Exils, des Bruderverrats, der Schöpfung und Vernichtung.
"Ein gewaltiges Werk. Ein neuer Weg, eine Geschichte zu erzählen, die wir zu kennen glaubten." (The New York Times Book Review)
Daniel Mendelsohn, 1960 geboren, promovierter Philologe und Autor, stellt sein Buch vor am

Montag, den 27. September 2010, 19 Uhr, Amerika Haus, Karolinenplatz 3.
Deutsche Lesung.
In Zusammenarbeit mit dem Amerika Haus und B'nai B'rith.


 
Ursula ZellerThe Jewish Alps in der Neuen Welt
Eine literarische Wanderung durch die Catskills in New York

Die Catskill Mountains unweit von New York erfreuen sich als Ausflugsziel unter den New Yorkern großer Beliebtheit. Von Beginn an nutzten gerade die aus Osteuropa kommenden ­jüdischen Einwanderer diese Landschaft vermehrt. So entwickelte sich zwischen den Gipfeln dieser Berge auch ein Brennpunkt der amerikanisch-jüdischen Akkulturation. Literarische ­Beispiele zeugen davon.
Ursula Zeller vom Institut für Jüdische Studien der Universität Basel referiert darüber am

Donnerstag, den 14. Oktober 2010, 19 Uhr, in der Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Pl. 16.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und B'nai B'rith.


 
Ruth KlügerWas Frauen schreiben
"Frauen lesen anders" - das erklärte Ruth Klüger in ihrem gleichnamigen berühmten Buch. Nun geht sie der Frage nach, ob Frauen auch anders schreiben. In ihrer Sammlung von Texten (Zsolnay Verlag), in denen sich Ruth Klüger, die angesehene Literaturwissenschaftlerin und selbstbewußte Feministin, mit den Büchern von Frauen beschäftigt, entsteht ein ganz eigener, kleiner Kanon der Literatur von lebenden und toten Autorinnen.
Ihr autobiographisches Überlebensbuch „weiter leben" ist zu einem Standardwerk der Erinnerungsliteratur geworden. Wie Ruth Klüger die Frage, ob Frauen anders schreiben, beantwortet, hören Sie am

Dienstag, den 19. Oktober 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.


 
Hanna Arendt
Gershom Scholem
Der Briefwechsel
Der erstmals publizierte Briefwechsel von Hannah Arendt und Gershom Scholem ist ein einzigartiges zeithistorisches Dokument: eine Auseinandersetzung über entscheidende Fragen ­jüdischer Geschichte und jüdischen Selbstverständnisses nach der Schoah, geführt von zweien der bedeutendsten Denker deutsch-jüdischer Herkunft im 20. Jahrhundert. In Zeiten größter Bedrohung beginnt die Korrespondenz und sie endet nach dem Erscheinen von Hannah Arendts Buch „Eichmann in Jerusalem" (1963), das von Scholem radikal verworfen wurde, nach mehr als zwei Jahrzehnten im Schweigen.
Die Herausgeberin, Marie Luise Knott, führt durch den Briefwechsel. Die Briefe lesen der Schauspieler Rudolf Wessely und Rachel Salamander.

Sonntag, 31. Oktober 2010, 17 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B'nai B'rith.


 
Irène Némirovsky
Iris Berben
Die Familie Hardelot
Mit „Suite francaise" begann die weltweite Wiederentdeckung von Irène Némirovsky und ihrem Werk. Im Frühjahr 1940 fängt sie die Arbeit an einem Buch ganz in der Tradition des ­europäischen Familienromans an. Sie hat erlebt, wie die bürgerlichen Kreise sich weigerten, die Zeichen der Zeit zu verstehen. Nun will sie ihnen in ihrem 1947 posthum erschienenen Roman „Die Familie Hardelot" (Knaus Verlag) den Spiegel vorhalten. Es ist der illusionslose Abgesang auf ein feiges, selbstzufriedenes Bürgertum.
Irène Némirovsky, 1903 als Tochter eines Bankiers in Kiew geboren, etablierte sich als Star der französischen Literaturszene. 1942 wird sie verhaftet und in Auschwitz ermordet.
Die Tochter von Irène Némirovsky, Denise Epstein, die sich bislang immer geweigert hat, nach Deutschland zu kommen, wird zusammen mit Iris Berben den Roman präsentieren.

Mittwoch, den 17. November 2010, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dem Knaus Verlag und B'nai B'rith.


 
Assaf GavronEine Geschichte, die weitergeht
"Eine Geschichte, die weitergeht" erzählen Autorinnen und Autoren, die Kurator Ilija Trojanow zum Literaturfest München eingeladen hat. In dieser kleinen Reihe wird der Globus vermessen, eine literarische Reise folgt auf die andere. Auch die Lesung bewegt sich: nach jeder Etappe geht es an einen anderen Ort (siehe www.literaturfest-muenchen.de).
Die Reise endet in der Literaturhandlung mit dem israelischen Autor Assaf Gavron und seinen witzigen, politisch ganz unkorrekten Geschichten, die nach Tel Aviv und New York führen.
Der gefeierte Bestsellerautor wurde auch in Deutschland mit "Ein schönes Attentat" und ­"Hydromania" bekannt. Sein neuer Roman "Alles paletti" erscheint im September 2010.
Gavron, 1968 geboren, wuchs in Jerusalem auf, studierte in London und lebt heute in Tel Aviv. Assaf Gavron liest auf Deutsch am

Sonntag, 21. November 2010, 19 Uhr, in der Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Pl. 16.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfests München.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und B'nai B'rith.


 
Yfaat WeissLea Goldberg
Lehrjahre in Deutschland 1930-1933

Lea Goldberg gilt als Ikone der Dichtkunst in Israel. Außerhalb Israels ist sie jedoch weitgehend unbekannt. Yfaat Weiss beschäftigt sich mit Lea Goldbergs Studienjahren in Deutschland am Ende der Weimarer Republik und zeigt, wie Goldbergs Studium der semitischen Philologie vor dem Hintergrund des wachsenden Nationalsozialismus ihr Werk beeinflußte. Außerdem erfahren wir, wie es dazu kam, daß Lea Goldberg zu einer großen Vermittlerin der mittel- und westeuropäischen Kultur in Israel wurde.
Yfaat Weiss stellt ihr Buch „Lea Goldberg" (Vandenhoeck & Rupprecht) vor am

Sonntag, den 28. November 2010, 18 Uhr, in der Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Pl. 16.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und B'nai B'rith.


 
Kulturreferat MünchenWir danken dem Kulturreferat München für die freundliche Unterstützung.

 


Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-280 01 35.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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