Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung und
des Förderkreises Literatur zum Judentum

 

Adriana Altaras
Doris Dörrie
Das Meer und ich waren im besten Alter. Geschichten aus meinem Alltag.
„Frisch und mitreißend, unverbraucht und eigenwillig“ wie immer, erzählt Adriana Altaras über unsere Gegenwart: von Mut und Zivilcourage, vom Älterwerden und dem Umgang mit Erinnerung und warum sie nie bereuen wird, Kinder zu haben. Im familiären Alltag, im Film, der Literatur und dem Theater spürt sie existenziellen Fragen nach. Das neue Buch (Kiepenheuer & Witsch) der 1960 in Zagreb geborenen und mehrfach ausgezeichneten Autorin, Schauspielerin und Regisseurin ist eine Liebeserklärung an die jüdische Literatur und eine Kriegserklärung an die Angst.
Die international renommierte Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie moderiert den Abend mit Adriana Altaras.

Montag, den 6. März 2017, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus.


 
Robert JütteLeib und Leben im Judentum
Robert Jütte legt die erste umfassende Darstellung von Leib und Leben im Judentum von den biblischen Quellen bis heute vor. Auf systematische Weise erkundet Prof. Jütte, wie sich im Judentum die Vorstellungen über den Körper und der Umgang mit ihm im Laufe einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte wandelten.

Dienstag, den 7. März 2017, 19 Uhr, Literaturhandlung, Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum und B’nai B’rith. Bereits angekündigt.


 
Peter Schäfer
Tom Kucera
Zwei Götter im Himmel. Gottesvorstellungen in der jüdischen Antike.
„Menschensohn“, „Sohn des Höchsten“, „Erstgeborener vor aller Schöpfung“: Schon das frühe Judentum hatte viele Namen für einen zweiten Gott im Himmel. Der international führende Judaist Peter Schäfer, heute Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, zeigt, wie diese Vorstellung von Rabbinen und jüdischen Mystikern über Jahrhunderte weiterentwickelt wurde. Sein bahnbrechendes Buch lässt uns das gängige Bild von einem jüdischen Monotheismus gründlich überdenken.
Rabbiner Dr. Tom Kucera, Liberale Jüdische Gemeinde Beth Shalom München, diskutiert mit Prof. Peter Schäfer über seine grundstürzenden, an den Quellen orientierten Thesen.

Donnerstag, den 23. März 2017, 19.30 Uhr !!!, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und dem Verlag C. H. Beck.


 
Götz Aly
Karl Schlögel
Europa gegen die Juden. 1880-1945

Das neue, große Werk des bekannten Historikers (Fischer Verlag) Götz Aly gibt erstmals einen gesamteuropäischen Blick auf den Antisemitismus und den Weg in den Holocaust. Ohne die Schuld der deutschen Täter zu mindern, zeigt Götz Aly, wie Rivalität und Neid, Diskriminierung und Pogrome vielerorts in Europa dazu beigetragen haben, den Boden für die Deportationen und die Massenmorde der Nationalsozialisten zu bereiten. Er führt bedrückend vor Augen, dass mit dem grenzüberschreitenden Antisemitismus der Holocaust nicht allein aus der deutschen Geschichte erklärbar ist. Jeder muss sich diesem wichtigen Kapitel europäischer Geschichte aussetzen.

Karl Schlögel, der Kenner der russischen und ukrainischen Geschichte und Verfasser der Standardwerke „Moskau 1937“ und „Entscheidung in Kiew“, wird im Anschluss an Götz Alys Vortrag ein Gespräch mit Götz Aly führen.

Montag, den 24. April 2017, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und B’nai B’rith.


 
Astrid SchmetterlingCharlotte Salomon – Bilder eines Lebens. Zum 100. Geburtstag von Charlotte Salomon.
Charlotte Salomon – 1917 in Berlin geboren, 1943 in Auschwitz ermordet – hat ein außergewöhnliches Werk hinterlassen: Leben? oder Theater? In Bildern und Texten von zeitloser, eigenwilliger Kraft setzt Charlotte Salomon die Lebensgeschichte einer jungen Frau im Berlin der zwanziger und dreißiger Jahre in Szene, die nach der Pogromnacht ins Exil geht. Elemente aus Malerei, Literatur, Film und Musik sind in diesem in den Jahren 1940 bis 1942 entstandenen Zyklus spielerisch miteinander verwoben.
Astrid Schmetterling, die an der University of London Kunstgeschichte und Kunsttheorie lehrt, zeigt ein außergewöhnliches Leben, zeigt, wie Charlotte Salomon in ihrer kühnen Vermischung unterschiedlicher Genres eine visuelle Sprache fand, mit der sie ihrem Leben auf einzigartige Weise Ausdruck zu verleihen vermochte.
Astrid Schmetterling spricht über Charlotte Salomon und zeigt deren Bilder am

Mittwoch, den 3. Mai 2017, 20 Uhr, im Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag, dem Literaturhaus und B’nai B‘rith.


 
Michael Wolffsohn
Kurt Kister
Deutschjüdische Glückskinder. Eine Weltgeschichte meiner Familie.
Michael Wolffsohn, soeben vom Deutschen Hochschulverband als „Hochschullehrer des Jahres“ ausgezeichnet, hat seine Familiengeschichte über fünf Generationen und damit über ein ganzes Jahrhundert niedergeschrieben. In der weitverzweigten deutsch-jüdischen Familie spiegelt sich auf familiärer Ebene jüdische und Weltgeschichte. Trotz schwerer Schicksalsschläge hat ein großer Teil der Familie Glück gehabt. Wer den Holocaust überlebte, war ein „Glückskind“. Wie es nach dem Krieg weiterging, wer nach dem Krieg wovon profitierte und warum, all das findet sich in Michael Wolffsohns Familiengeschichte. Unkonventionell erzählt, liest sich das Sachbuch wie ein Roman. Michael Wolffsohn, emeritierter Professor für Neuere Geschichte, stellt sein neues Buch (dtv) im Gespräch mit dem Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Kurt Kister, vor am

Donnerstag, den 11. Mai 2017, 20 Uhr, im Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus, dtv und B’nai B’rith.


 
Claudio MagrisVerfahren eingestellt
Für sein „Kriegsmuseum zum Zwecke des Friedens“ sammelt ein Mann in Triest Kriegsgeräte aller Art. Sie erzählen die Geschichten derer, die damit getötet haben oder getötet wurden. Das Museum wird Jahre später bei einem Brand zerstört. Luisa, Tochter einer Jüdin und eines afroamerikanischen Leutnants, versucht eine Rekonstruktion. Dabei wird nicht nur die Geschichte ihrer Vorfahren zwischen Diaspora und Sklaverei wieder lebendig, sondern auch die von San Sabba, dem einzigen Konzentrationslager Italiens. Die dort geschehenen Verbrechen wurden vertuscht, die Verfahren eingestellt.
Eine wahre Geschichte liegt dem brisanten Roman von Claudio Magris zugrunde.
Lesung mit Claudio Magris am

Dienstag, den 30. Mai 2017, 20 Uhr, Literaturhaus, Salvatorplatz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus und dem Hanser Verlag.


 


Wir danken dem Kulturreferat München für die freundliche Unterstützung.

Telephonische Kartenreservierung ab sofort in der Literaturhandlung, Tel. 089-28 00 135.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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