Herzliche Einladung
zu den Veranstaltungen der Literaturhandlung

 

Tom SegevSimon Wiesenthal
Eine Biographie

Als Simon Wiesenthal im Alter von 97 Jahren in Wien starb, betrauerte die Welt einen unermüd­lichen Kämpfer gegen die Verbrecher des NS-Regimes. Vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an machte es sich Simon Wiesenthal zur Aufgabe, sie vor Gericht zu bringen. Fünf Jahre nach seinem Tod legt nun der bekannte Historiker und Journalist Tom Segev die erste aus Originalquellen erarbeitete Biographie (Siedler Verlag) dieser Jahrhundertgestalt vor. Er zeichnet die höchst lebendige und spannende Lebensgeschichte eines überaus mutigen Mannes nach, der, fast allein auf sich gestellt, eine Reihe atemberaubender Aktionen initiierte. Segev kann mit so mancher unbekannten Tatsache aufwarten. 
Tom Segev spricht über Simon Wiesenthal am


Montag, den 13. September 2010, 19.30 Uhr, in der Akademie der Konrad Adenauer Stiftung, Tiergartenstr. 35.
In Zusammenarbeit mit der Akademie der Konrad Adenauer Stiftung.


 
Ruth KlügerWas Frauen schreiben
„Frauen lesen anders" - das erklärte Ruth Klüger in ihrem gleichnamigen berühmten Buch. Nun geht sie der Frage nach, ob Frauen auch anders schreiben. In ihrer Sammlung von Texten (Zsolnay Verlag), in denen sich Ruth Klüger, die angesehene Literaturwissenschaftlerin und selbstbewußte Feministin, mit den Büchern von Frauen beschäftigt, entsteht ein ganz eigener, kleiner Kanon der Literatur von lebenden und toten Autorinnen. 
Ihr autobiographisches Überlebensbuch „weiter leben" ist zu einem Standardwerk der Erinnerungsliteratur geworden. Wie Ruth Klüger die Frage, ob Frauen anders schreiben, beantwortet, hören Sie am


Montag, den 11. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin.


 
Hanna Arendt
Gershom Scholem
Der Briefwechsel
Der erstmals publizierte Briefwechsel von Hannah Arendt und Gershom Scholem ist ein einzig­artiges zeithistorisches Dokument: eine Auseinandersetzung über entscheidende Fragen ­jüdischer Geschichte und jüdischen Selbstverständnisses nach der Schoah, geführt von zweien der bedeu­tendsten Denker deutsch-jüdischer Herkunft im 20. Jahrhundert. In Zeiten größter Bedrohung beginnt die Korrespondenz und sie endet nach dem Erscheinen von Hannah Arendts Buch „Eichmann in Jerusalem" (1963), das von Scholem radikal verworfen wurde, nach mehr als zwei Jahrzehnten im Schweigen. 
Die
Herausgeberin, Marie Luise Knott, führt durch den Briefwechsel. Die Briefe lesen Schau­spieler des Berliner Ensembles.

Sonntag, 17. Oktober 2010, Matinée, 11 Uhr, Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz 1.
In Zusammenarbeit mit dem Berliner Ensemble.


 
Henryk M. Broder
Dirk Maxeiner
Michael Miersch
Früher war alles besser
Die unkonventionelle Viererbande - Broder, Joffe, Maxeiner und Miersch - hat wieder zugeschlagen und ihr neues Credo heißt „Früher war alles besser" (Knaus Verlag). In diesem Buch gehen sie mal liebevoll-ironisch, mal böse-polemisch den Dingen des Lebens auf den Grund: war wirklich alles besser, als es noch Telefonwählscheiben, Nyltest-Hemden, Miederhöschen, die DDR, den ­Käseigel, den Kalten Krieg und die Sekretärin gab? Drei der vier Autoren - Broder, Maxeiner, Miersch - kommen zu uns und garantieren einen ideologiefreien, politisch unkorrekten und zukunftsfrohen Abend.

Montag, 8. November 2010, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin.


 
Irène Némirovsky
Iris Berben
Die Familie Hardelot
Mit „Suite francaise" begann die weltweite Wiederentdeckung von Irène Némirovsky und ihrem Werk. Im Frühjahr 1940 fängt sie die Arbeit an einem Buch ganz in der Tradition des ­europäischen Familienromans an. Sie hat erlebt, wie die bürgerlichen Kreise sich weigerten, die Zeichen der Zeit zu verstehen. Nun will sie ihnen in ihrem 1947 posthum erschienenen Roman „Die Familie Hardelot" (Knaus Verlag) den Spiegel vorhalten. Es ist der illusionslose Abgesang auf ein feiges, selbstzufriedenes Bürgertum. 
Irène Némirovsky, 1903 als Tochter eines Bankiers in Kiew geboren, etablierte sich als Star der französischen Literaturszene. 1942 wird sie verhaftet und in Auschwitz ermordet.
Die Tochter von Irène Némirovsky, Denise Epstein, die sich bislang immer geweigert hat, nach Deutschland zu kommen, wird zusammen mit Iris Berben den Roman präsentieren.

Montag, den 15. November 2010, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstr. 9-14.
In Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin und dem Knaus Verlag.


 
Karl E. GrözingerDer Ba'al Schem von Michelstadt
Ein deutsch-jüdisches Heiligenleben zwischen Legende und Wirklichkeit

In seinem Buch schildert Karl E. Grözinger zum ersten Mal das Leben und Wirken des letzten Ba'al Schem in Deutschland. Das Grab des 1847 verstorbenen Seckel Löw Wormser aus Michelstadt im Odenwald ist heute wieder ein viel besuchter Wallfahrtsort. 
Der Michelstädter Ba'al Schem war zwar Bezirksrabbiner und Aufklärer von Berlinischem Stil, wurde aber wegen seiner „Kabbalisterey" heftig angefeindet. Um seine Person ranken sich viele ­Legenden. Grözingers Buch zeigt ein faszinierendes Beispiel vom Umbruch im deutschen Judentum, vom Kampf zwischen Spiritualität und Vernunft. 
Karl E. Grözinger ist emeritierter Professor für Jüdische Studien an der Universität Potsdam. Er hat hauptsächlich zu jüdischer Religion und Kultur publiziert, unter anderen über den Baal Schem Tov, Franz Kafka und die Kabbala gearbeitet. Zuletzt erschien sein dreibändiges Standardwerk zum ­Jüdischen Denken in Theologie, Philosophie und Mystik. Er stellt sein Buch vor am


Donnerstag, den 18. November 2010, 19 Uhr, im Jüdischen Gemeindehaus, Fasanenstr. 79/80.
In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Volkshochschule.


 
In Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Literatur zum Judentum.

 


Karten ab sofort nur in der Literaturhandlung, Tel. 88 24 250.
Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

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